Windmühle Neu Vorwerk Galerieholländer

Aus Mühlenarchiv MV

1. Standort

Erfasser: Arlt, Arbeitsstand: n/a

Landkreis (1990):
LRO
Adresse:
Neu Vorwerk 6, 17179 Walkendorf OT Neu Vorwerk
Gemarkung:
Gemarkung Neu Vorwerk (131683) Flur 3, Flurstück 15
GPS:
53°55'38.3"N 12°35'33.5"E
DenkmalGIS: 33341937;5978100
Bezeichnung:
Zwillingswindmühlen Neu Vorwerk



2. Denkmalstatus

Schutzgut:
Windmühlenkomplex mit Windmühle I und Windmühle II
Listeneintrag (seit ...):
DL-LRO: 845



3. Mühlenart

Mühlentyp:
Windmühle
Formtyp:
Galerieholländer
Urfunktion:
Kornmühle
Nutzung:
museal, Wohnung, in Sanierung
Baujahr:
1949


4. Bauzustand und Funktion

1. 1 Bauzustand

.. im Jahr 2025 :
  • mittelfristig Instandsetzungsarbeiten
  • Zustandsbeschreibung:
  • Wiederherstellung der Galerie
  • Instandsetzung des Hauptgetriebes
  • 2. 2 Technik

    .. im Jahr 2025 :
  • fast komplett erhalten
  • Zustandsbeschreibung:
  • Windtechnik mit Kappe, Flügelwelle und Windrose, ohne Flügel vorhanden
  • eine der wenigen mit drehender Kappe
  • Mahltechnik fast komplett erhalten
  • 3. 3 Baubeschreibung Äußere der Mühle

    • Galerieholländer fast komplettes Äußere mit 2 Etagen ziegelsichtiges Mauerwerk, Galeriestutzen, Achtkant, Kappe, Windrose, ohne Flügel
    • Eindeckung original mit Holzschindeln

    5. Standort/ Umgebung

    • auf Erhebung/ Mühlenbergin unverbauter Landschaft zwischen den Ortschaften
    • ursprüngliches und frei stehendes Mühlenensembles von 2 historischen Windmühlen
    • weithin sichtbar
    • Landschaftsbeherrschend

    6. Geschichte

    Auszug:


    Erdholländer weist Schäden an der Drehung der Kappe auf. Statt einer Reparatur wir ein neue Mühle gebaut.

    1949: Neubau des Galerieholländers durch Müllermeister Bünger. Er stellt damit den letzten Windmühlenneubau in Mecklenburg - Vorpommern dar sowie einer der letzten Neubauten in Deutschland dar. Diese letzten Windmühlenneubauten nach dem 2.Weltkrieg stellen ein Phänomen dar.

    Modernste Wind- und Mahltechnik ausgestatttet.

    1961 Enteignung Müller Bünger im Zuge der kommunistischen Zwangskollektivierung der Landwirtschaft und LPG Bildung. Mühle wird LPG Mühle.

    1967 Umbau zum Mischfutterwerk und Neubau Großgetreidesilo.

    1991 Stilllegung.Starker Verfall.

    1995 Die Mühlen gehen in Privatbesitz Herrn Arlt.

    Seitdem Umfangreiche Sicherung und Sanierungsarbeiten.

    2010 u.a. Wiederaufsetzen der funktionstüchtigen mit der Windrose wieder drehenden Kappe.

    Ziel: museales Erlebnis der Getreideverarbeitung mittels einer historischen Windmühle. Von Korn zum Mehl.

    7. Dokumentation

    8. Bildergalerie