Wassermühle Neubrandenburg Papiermühle: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 30. November 2025, 18:44 Uhr

1. Standort

Erfasser: Bauditz, Kniesz, Arbeitsstand: n/a

Landkreis (1990):
MSE
Adresse:
Am Mühlenholz, 17033 Neubrandenburg
Gemarkung:
Gemarkung Neubrandenburg (134117), Flur 6, Flurstück 48
GPS:
53.526784 / 13.302027
DenkmalGIS: 33387441;5932212
Bezeichnung:
Papiermühle



2. Denkmalstatus

Schutzgut:
Ruine der Papiermühle
Listeneintrag (seit ...):
DL-MSE-NB: 202



3. Mühlenart

Mühlentyp:
Wassermühle
Antriebsart:
Wasserrad
Formtyp:
Wassermühle mit Wasserrad am Fluß:
Urfunktion:
Papiermühle
Nutzung:
ohne
Baujahr:
1760


4. Bauzustand und Funktion

4.1 Bauzustand

.. im Jahr 2025 :
  • Ruine, gesicherte Reste
  • Zustandsbeschreibung:
  • Erhalt und Sichtbarkeit der Relikte gewährleistet
  • 4.2 Technik

    .. im Jahr 2025 :
  • nur Rest oder keine Technik erhalten
  • Zustandsbeschreibung:
  • Reste Wasserführung und Schornstein, Kollergang
  • 4.3 Baubeschreibung

    Bauweise
    • keine Gebäude mehr vorhanden

    5. Umgebung

    6. Standortgeschichte

    1761 Betriebsaufnahme, ist ab 1781 über vier Generationen im Besitz der Familie Krüger.

    1846 größeren Umbauarbeiten: Stelzenwasserrad ersetzte zwei kleine Wasserräder. Handpapierfertigung. 1857 weitere Modernisierungen, Übergang zur fabrikmäßigen Massenproduktion von Papier. Großes Wasserrad wurde von Turbine mit 12 PS Leistung ersetzt, Papiermaschine wurde von 4-PS-Turbine angetrieben, Beheizung der Trockenzylinder mit Dampfkessel.

    1872 wurde die erst 1857 installierte Turbine wieder durch Wasserrad ersetzt, was besseren Antrieb des Holländers garantierte.

    1883 Einführung einer neuen Technologie, Ablösung des Grundmaterials Lumpen durch Altpapier. Altpapier wurde durch Kollergang aus zwei senkrechten runden Granitsteinen von etwa 1,5 m Durchmesser verarbeitet, Antrieb durch Wasserrad.

    1891 Pappenproduktionsanlage wurde erneuert, neues Wasserrad und neu installierte Turbine liefern An­triebskraft für die größere Papiermaschine.

    1895 Anschaffung eines 8-PS-Petroleum­motor zum Treiben des Kollergangs bei Wassermangel. Petrol­eum-Motor wurde 1906 von 25-PS-Dampfkesselanlage abgelöst. Bau eines neuen Heizhauses und eines 20 m hohen Schornsteins. Holländer, Kollergang, Pumpen usw. konnten beliebig durch Wasserrad oder Dampfmaschine getrieben werden.

    Auf staatliche Weisung 1942 Be­triebseinstellung wegen Rohstoffschwierigkeiten.

    Zwischen 1945 und 1951 nochmals Produktion von Dach– und Isolierpappe. Nach Betriebsende werden Gebäu­de noch über 10 Jahre als Wohnungen genutzt, danach totaler Verfall.

    7. Dokumentation

    Nordkurier 28.06.2024, Jutta Tews

    8. Bildergalerie