Wassermühle Usadel
1. Standort
Erfasser: Bauditz, Arbeitsstand: NaT
- Landkreis (1990):
-
MSE (NZ)
- Adresse:
-
Nonnenmühle 1, 17094 Blumenholz
- Gemarkung:
-
Gemarkung Useadel (131420), Flur 2, Flurstück 6/2
- GPS:
-
53°27'15.8"N 13°11'09.8"E
DenkmalGIS: 33379552;5924342 - Bezeichnung:
-
Nonnenmühle
2. Denkmalstatus
- Schutzgut:
-
Reste der Wassermühle mit Wehr und Stallscheune
- Listeneintrag (seit ...):
-
DL-MST-MSE: 880
3. Mühlenart
- Mühlentyp:
-
Wassermühle
- Formtyp:
-
Wassermühle am Fluß: Nonnenbach/ Tollense
- Urfunktion:
-
Kornmühle
- Nutzung:
-
Ruine
- Baujahr:
-
1878
4. Bauzustand und Funktion
4.1 Bauzustand
- .. im Jahr 2025 :
-
- nur noch Außenmauern der Mühle vorhanden
- Zustandsbeschreibung:
- gesicherte Reste, Wohnhaus gut erhalten und genutzt
- Müllerhaus als Wohnhaus genutzt
4.2 Technik
- .. im Jahr 2025 :
-
- Tuechnikrest erhalten
- Zustandsbeschreibung:
- Turbine im Schacht erhalten
- Wasserzuführung durch Fischaufstiegsanlage ausgeschlossen
4.3 Beschreibung
- aufgehendes Mauerwerk des Mühlengebäudes und der Scheune am Bach gesichert
5. Umgebung
absolute Einzellage außerhalb der Ortschaft am Bach
6. Standortgeschichte
Auszug:
- 1290 Eine erste Erwähnung fand die kleine Wassermühle zusammen mit der feierlichen Einweihung des Klosters Wanzka und zählt damit zu den ältesten Mahlstätten um Neustrelitz.
- Beginn 16. Jahrhundert weitere Erwähnungen fand die Mühle. Zunächst tauchte sie in einem Verzeichnis des Klosters Wanzka über die Einnahmen des Klosters auf.
- 1817 wurde die Mühle zusätzlich zum Mahlgang für Getreide mit einer Ölmühle ausgestattet.
- in der Nacht vom 9. zum 10. März 1878 die Mühle und das Wohnhaus in einem Feuer nieder.
- Bereits 1881 wird die Mühle aber wieder betrieben und versorgte 12 Menschen.
- Beim Verkauf des Gutes 1933 durch den Freistaat Mecklenburg-Strelitz erwarb der Hamburger Margarinenfabrikant Johannes Bremer die Domäne Usadel.
- 1945 wurde er im Zuge der Bodenreform enteignet und der Besitz an 25 Neubauern aufgeteilt.
- 1947 vor allem die geringe Mahlleistung trug dazu bei, dass die Mühle zu einem Wasserkraftwerk umgerüstet wurde.
- Wasserturbine erbrachte eine Leistung von 10-11 kW. Die Turbine war in einem Betonbauwerk mit den Ausmaßen von 3 x 5 Metern untergebracht.
- 1960 wurde das Wasserkraftwerk vom Volkseigenen Betrieb (VEB) Energieversorgung Neubrandenburg stillgelegt.
- Bis in die 1990er Jahre bewohnte eine Familie Sturm das Mühlengrundstück.
- 1999 gab das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (STAUN) die „Rekonstruktion des Wehres mit Fischaufstieg Nonnenmühle“ in Planung (ign 2000a). Der damalige Eigentümer, Mathias Stinnes von der Neubrandenburger Verkehrs-AG, beabsichtigte, in Abstimmung mit dieser Maßnahme, „den Mühlenteich so wiederherzurichten, dass dieser als Wasserspeicher für ein zu errichtendes Wasserrad genutzt werden kann“.
- Die entwickelten Sanierungspläne für den Mühlenteich sowie der Neubau des Wasserrades wurden durch das STAUN geprüft und stellten im geplanten Ausmaß nach den §§15 und 18 des Landesnaturschutzgesetzes nicht genehmigungsfähige Eingriffe dar (ign 2000c) und wurden nie umgesetzt.
- Bau der Fischtreppe
- Das Mühlengrundstück wird privat bewohnt und der Besitzer 2020 Sanierung der alten Feldsteinmauern.
7. Dokumentation
Auszug: Hochschule Neubrandenburg: Usadelsche Mühle (Nonnenmühle)
8. Bildergalerie
-
Wassermühle Usadel die Nonnenmühle - gesicherte Außenwände der Mühle 2025
-
Wassermühle Usadel die Nonnenmühle - Mahlarche zum Turbinenschacht 2025
-
Wassermühle Usadel die Nonnenmühle - Turbinenschacht mit Turbine 2025
-
Wassermühle Usadel die Nonnenmühle - Außenwand zur Wasserseite 2025
-
Wassermühle Usadel die Nonnenmühle - Fischaufstiegsanlage im Nonnenbach 2025
-
Wassermühle Usadel die Nonnenmühle - Reste der Wehranlage neben Nonnenbach 2025
9. Intern
- Wertung: wertvoll, fast komplette Anlage einer Wassermühle mit Mühlenteich erhalten
- Empfehlung: Präzisierung Denkmal: Wassermühle und Stall mit Fluß, Mühlenteich, Wehr und Abfluß