Windmühle Neukloster

Aus Mühlenarchiv MV

1. Standort

Erfasser: Arlt, Arbeitsstand: n/a

Landkreis (1990):
NWM
Adresse:
Bergstraße 43, 23992 Neukloster
Gemarkung:
Gemarkung Neukloster (130469), Flur 6, Flurstück 27/8
GPS:
53°52'10.7"N 11°40'29.9"E
DenkmalGIS: 33281398;5974145
Bezeichnung:
Mühle



2. Denkmalstatus

Schutzgut:
Windmühle
Listeneintrag (seit ...):
DL-NWM: 1635



3. Mühlenart

Mühlentyp:
Windmühle
Formtyp:
Galerieholländer
Urfunktion:
Kornmühle
Nutzung:
Wohnung, Atelier
Baujahr:
um 1871


4. Bauzustand und Funktion

4.1 Bauzustand

.. im Jahr 2025 :
  • dringender Instandsetzunsbedarf
  • Zustandsbeschreibung:
  • Mauerwerkssicherung instandsetzungsbedürftig
  • Kappe dringend sichern, abdichten Feuchtigkeit
  • 4.2 Technik

    .. im Jahr 2025 :
  • Technik teilweise erhalten
  • Zustandsbeschreibung:
  • Windtechnik mit Kappe am Erdboden, mit Flügelwelle und Windrose, ohne Flügel
  • Mahltechnik nicht erhalten
  • 4.3 Baubeschreibung Äußere der Mühle

    • Galerieholländer mit 2 Etagen ziegelsichtiges Mauerwerk, Galerie, Achtkant und Spitzdach als Notdach, ohne Kappe, ohne Flügel, ohne Windrose
    • originale Kappe abgenommen, am Erdboden
    • Eindeckung heute Bitumenschindeln
    • Anbauten als ehemalige Lager, Speicher

    5. Standort/ Umgebung

    • oberhalb der Stadt, weithin sichtbar in der Landschaft,
    • fast original freistehend
    • Müllerhaus an Straße
    • Eigenheimgebiet einseitig bis fast an die Mühle heran gebaut

    6. Geschichte

    Auszug:

    - um 1871 erbaut als Erdholländer

    - Bau von Speicher, Stallungen und Müllerhaus durch Müller Gratopp

    - 1899 Umbau zum Galerieholländer mit Hochwinden des Achtkants und neuen Mauerwerk, ungestörter Wind, mehr Platz

    - Zusatzantrieb zuerst, Dampfmaschine, ab 1928 Dieselmotor, ab 1940 Elektromotor

    - 1936 modernste Mahltechnik mit Reinigung, Walzenstühle, Plansichter und Elevatoren, 5 t am Tag

    - 1953 Flucht des Müllers in den "Westen"

    - 1960 Verbot Mehlproduktion in derDDR, Umstellung Mischfutter

    - Mühle vom VEB Getreidewirtschaft betrieben

    - 1968 Stilllegung, Verfall

    - Stadt wird Rechtsträger

    - 1972 Fam. Ernst pachtet Mühle, Ausbau zu Wohnung und Keramikwerkstatt

    - 1985 Einzug

    - 1995 Erwerb durch Fam. Ernst, Abnahme Kappe für Sanierung

    - ab 2000 Bau Eigenheimgebiet erst neben, dann bis an die Mühle heran

    - heute: Wohnung

    7. Fazit

    • wertvoll
    • Stadtbild
    • Landschaftsdominante
    • Orts- Technikgeschichte

    8. Dokumentation

    9. Bildergalerie

    10. Empfehlung

    • Präzisierung Denkmalstatus: Windmühle mit Umgebungsschutz 300m um Mühle keine Bebauung, hoher Bewuchs zum Erhalt Denkmalbildes
    • Sanierung Kappe, Achtkanteindeckung möglichst mit originaler Eindeckung Holzschindeln
    • wünschenswert: Vervollständigen Ansicht der Windmühle mit Wiederaufsetzen der Kappe, Anbau Flügel, Windrose