Wassermühle Warin
1. Standort
Erfasser: Arlt, Pfeiffer, Arbeitsstand: n/a
- Landkreis (1990):
-
NWM
- Adresse:
-
Burgstraße 27, 19417 Warin
- Gemarkung:
-
Gemarkung Warin (130580), Flur 5, Flurstück 2/1
- GPS:
-
53°47'58.4"N 11°42'09.3"E
DenkmalGIS: 33282862;5966259 - Bezeichnung:
-
Amtsmühle
2. Denkmalstatus
- Schutzgut:
-
Wassermühle und Motormühle, (Gesamtanlage)
- Listeneintrag (seit ...):
-
DL-NWM: 1453
3. Mühlenart
- Mühlentyp:
-
Wassermühle
- Antriebsart:
-
Turbine
- Formtyp:
-
Wassermühle mit Turbine am Verbindungsbach vom Großen Wariner zum Glammsee
- Urfunktion:
-
Kornmühle
- Baujahr:
-
1926
4. Bauzustand und Funktion
4.1 Bauzustand
- .. im Jahr 2025 :
-
- mittelfristig Instandsetzungsbedarf
- Zustandsbeschreibung:
- Schäden an Pappdächern von Mühlengebäude und Speicher
4.2 Technik
- .. im Jahr 2025 :
-
- Technik komplett erhalten
- Zustandsbeschreibung:
- Ableitung des Wassers über eine nicht mehr funktionierende Fischtreppe
- Mahltechnik komplett erhalten
- letzte komplett mit Technik erhaltene große Wassermühle des Landes Mecklenburg - Vorpommern
4.3 Baubeschreibung Äußere der Mühle
- mehrgeschossiges ziegelsichtiges Backsteingebäude mit Anbauten und Überdachung auf Mühlenhof mit Speicher, Stallanlagen
- Wasserlauf, Mühlengraben, Wehr, Turbinenhaus
- Wassekraftrantrieb im Turbinenhaus erhalten, Mühlgraben, Wehr, Turbinenhaus und Turbine komplett erhalten
- überdimensionierter Stahltrog als Fischaufstieg ist seit 2020 defekt, Provisorium mit Stahlrohren führen das Wasser an der Mühle vorbei
5. Standort/ Umgebung
- großes prägendes Gebäude der Amtsmühle mitten in der Altstadt
- relativ freistehend, südlicher Bereich bis See unverbautes Grünland am Mühlengraben als Verbindungsgewässer zwischen Großen Wariner und Glammsee
- überdimensionierte Fischaufstiegsanlage als Stahltrog von der Straße bis zum Glammsee prägt die Ansicht von Westen
6. Standortgeschichte
1637 Wariner Mühle als Wassermühle vorhanden. Mehrfache Um- und Neubauten, 1903-1906 modernisiert, Wasserrad durch Turbine ersetzt, Strom wurde von Mühle genutzt und in Gleichstromnetz der Stadt eingespeist.
1918 Einbau neue Turbine (bis heute vorhanden), 1926 bis 1929 großer Umbau mit Erweiterungen, Mühle erhält ihr heutiges Aussehen.
Weitere Modernisierungen des Mühlenbetriebs in den 1950er-Jahren, zuletzt 1968. 1990 Betrieb wegen fehlender leistungsfähiger Getreide- und Mehlsilos eingestellt.
Nach 1990 als Stromerzeuger mit Turbine bis 2011 in Betrieb, dann wegen streitiger Wasserrechte stillgelegt, 2014 Bau einer Fischtreppe
Nach fraglicher Bauausführung Unterspülung am Einlauf zum Turbinenhaus mit Dammbruch und einer Unterspülung Mühle, provisorische Umleitung des Wassers bis heute
7. Dokumentation
- Website der Stadt Warin 2025: https://www.stadt-warin.eu
- Auszug aus Website Metropolregion Hamburg 2025: https://metropolregion.hamburg.de
- Auszug auf Website Zwillingswindmühlen Neu Vorwerk 2025: https://zwillingswindmuehlen.de/
8. Bildergalerie
-
Wassermühle Warin - Ansicht auf Mühle und Turbinenhaus 2024
-
Wassermühle Warin - Ansicht vom Mühlengaben mit provisorischer Wasserumleitung 2025
-
Wassermühle Warin - Hofseite 2024
-
Wassermühle Warin - Ansicht auf den Komplex der Amtsmühle von der Durchgangsstraße 2025
-
Wassermühle Warin - Wehr zur Turbine 2024
-
Wassermühle Warin - Ansicht auf trocken gelegte Wehr 2024
-
Wassermühle Warin - Schützanlage vor Turbinenhaus 2024
-
Wassermühle Warin - trockene kaputte Fischtreppe mit provisorischer Wasserabführung 2020
-
Wassermühle Warin - Ansicht auf monströse und ungenutzte Fischtreppe neben der Mühle 2024
-
Wassermühle Warin - Tafel Mühlenbauer 2021
-
Wassermühle Warin -Turbinenwelle 2021
9. Intern
- eine der wertvollsten Mühlen des Landes
- letzte komplett mit Technik erhaltene große Wassermühle des Landes Mecklenburg - Vorpommern
- komplett erhaltener Wasserlauf und Antriebstechnik)
- dringender Handlungsbedarf
- Präzisierung Denkmalstatus: Wassermühle mit kompletter technischer Ausstattung sowie Wasserantrieb mit Turbinenhäuschen, Wehr und Wasserlauf und Umgebungsschutz 100m um Mühle keine weiter Bebauung, hoher Bewuchs zum Erhalt Denkmalbildes und der Betriebsfähigkeit
- wünschenswert: Wiederinbetriebnahme der Wasserkraftanlage zur ökologischen Stromproduktion zum Erhalt des Denkmals